Natura Trails


Uns NaturFreunden ist die Erhaltung von Natur und Landschaft seit jeher ein zentrales Anliegen. Ein Meilenstein in der europäischen Naturschutzpolitik ist die Etablierung des Natura 2000-Netzwerkes, dass die Anliegen von Fauna-Flora-Habitat und Vogelschutz-Richtlinien EU-weit einheitlich auf gesetzliche Basis gestellt wurden.


Die erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzzielen funktioniert nur mit der Kooperation aller beteiligten Partner. Vor allem auch derjenigen, die das Land bewirtschaften oder als Erholungs-und Freizeitraum nutzen. Von der Bevölkerung wird wiederum nur dann Verständnis für den Schutz der Natur aufgebracht, wenn sie mit dem Schutzgegenstand vertraut ist und ein entsprechendes Bewusstsein für seine Bedeutung entwickelt.

Hier knüpft das Natura Trail Projekt an und bringt der Bevölkerung eine sanfte Freizeitnutzung besonders geeignete Schutzgebiete nahe. Regionalentwicklung durch umweltverträgliche Freizeitgestaltung wird angestrebt. Inzwischen wird diese Idee nicht nur für Natura 2000 Gebiete eingesetzt, auch Ramsar Trails und Cultura Trails gibt es in den dazu passenden Gegenden in ganz Europa.

Tourismusverbände, Gemeinden und Naturfreunde vor Ort werden schon in der Planungsphase in das Projekt involviert, um eine möglichst gute regionale Verankerung des Natura Trails zu garantieren.


In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Gemeinden sollen bereits bestehende Wege genutzt werden. Infotafeln werden bewusst sparsam eingesetzt und Informationen gibt es über die dafür reservierte Homepage.


NaturaTrail Schollene


Der Natura Trail „Natura 2000 zwischen Havel und Schollener See“ im Natura 2000-Gebiet „Untere Havel/Sachsen-Anhalt und Schollener See“ führt durch ein Vogelschutzgebiet und berührt das Naturschutzgebiet „Schollener See“.

Er befindet sich an der nordöstlichen Grenze Sachsen-Anhalts zwischen den Städten Tangermünde, Rathenow und Havelberg. Im Elbe-Havel-Winkel entfaltet die Natur auf rund 1200 Quadratkilometern all ihre Schönheit, vereint die Reize des Wassers mit denen des Waldes.


Die namensgebenden Flüsse Elbe und Havel rahmen die malerische Landschaft ein. Dem Urlauber bietet sich ein abwechslungsreiches Mosaik aus Feucht- und Trockengebieten und ihrer typischen Vegetation.

Diese außergewöhnliche Lebensraumvielfalt bietet ca. 1000 bedrohten und geschützten Arten Heimat und ist Rast- und Lebensraum für viele wandernde Vogelarten. In unmittelbarer Nähe verlaufen der Elbe- und Havel-Radweg, der Altmark-Rundkurs und örtlich ausgeschriebene Wanderwege.


Der Schollener See ist ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung. Schon von weitem hört man die Rufe der Wasservögel, wenn man sich dem Schollener See nähert. An seinen Uferregionen halten sich vor allem zahlreiche Wasservögel aus der Familie der Wasserrallen und Sumpfhühner auf.

Auch Fischadler sind zu entdecken. Besonders im Spätsommer versammeln sich Hunderte Graugänse am See. Im Frühjahr und Herbst rasten hier mehrere tausend nordische Saat- und Blässgänse auf ihren Zugstrecken zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten,

die in großen Formationen mit ihren charakteristischen Rufen den Himmel durchkreuzen.

Der Schollener See birgt eine Besonderheit unter den Binnenseen Mitteleuropas: In sechs Metern Tiefe hat sich eine über 16 m dicke Heilschlammschicht gebildet, die Pelose. Nachdem ein Schollener Arzt Anfang der zwanziger Jahre die heilende Wirkung u.a. bei rheumatischen Erkrankungen und zur Entsäuerung nachweisen konnte, wird die Pelose systematisch abgebaut und angewendet.




Natura 2000
Wirtschaftsförderung Landkreis Stendal
Naturfreunde International


NaturaTrail Klietz


Ein Spaziergang um die Klietzer Seen ist zu jeder Jahreszeit faszinierend und spannend. Vielgestaltig ist die Natur mit seinem Leben im Wasser und im Uferbereich, im Wald, auf den angrenzenden Feldern und Wiesen.

Der Wanderer findet Entspannung und Erholung, Bänke laden zu Ruhepausen und zum Sinieren ein. Die Begeisterung für die Natur möge aber auch unser Verantwortungs- bewusstsein für ihren Erhalt und die „Ehrfurcht vor dem Leben“ in uns wecken.

Den Begriff „Ehrfurcht vor dem Leben“ prägte Albert Schweizer im Jahr 1915: „Durch sie kommen wir dazu, nicht nur mit Menschen, sondern mit aller in unserem Bereich befindlichen Kreaturen in Beziehung zu stehen und mit ihrem Schicksal beschäftigt zu sein, um zu vermeiden, sie zu schädigen, und entschlossen zu sein, ihr in Not beizustehen, soweit wir es vermögen.“
Noch heute ist erkennbar, wie der Wind aus den ehemaligen Talsanden Sandwellen formte, wie Flechten, Moose und Sandseggen sich ansiedeln und Wald entsteht. Der See- und Uferbereich mit seiner vielfältigen Vegetation sind zu allen Jahreszeiten eine Attraktion,

wie auch die Kiefer- Birken- Wald- Gesellschaft, durchmischt mit einem Fichtenhorst, Stieleichen, Roteichen, Ebereschen und Ahorn.

Wer etwas Zeit mitbringt, sein Gespür schärft, wird eine interessante Tierwelt entdecken. Ein reicher Fischbestand zeichnet den Flachwassersee aus. Fischadler, Graureiher und Kormorane haben diese Nahrungsquelle schon lange erkannt. Hin und wieder lässt sich auch ein Seeadler, der unweit im Wald seinen Horst errichtet hat, bei der Jagd auf Beute erspähen. Gänse, Enten, Haubentaucher und Teichhühner brüten im Schilfbereich.